Krankheitsverarbeitung

Die Diagnose

Trotz zahlreicher Fortschritte in der Medizin kann die Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung, wie z.B. Krebs, zu einem Schock-Erlebnis führen. Dieser schwerer Einbruch in das Leben führt zu Veränderungen im Erleben, Denken und Handeln der betroffenen Person. Befindlichkeitsstörungen, sowie Störungen des Wohlbefindens können entstehen und erfordern Verarbeitungsprozesse auf 3 Ebenen: der kognitiven, der emotionalen und der aktionalen Ebene. 

Psychologische Hilfe - für Betroffene, wie für Angehörige - ist eine wichtige Unterstützung im Verlauf einer schweren Erkrankung. Sie kann während einer Langzeittherapie, als Krisenintervention oder als einfaches Beratungsgespräch sehr bedeutsam sein.

 


Lebensqualität

Durch krankheits- und behandlungsbedingte Symptome, wie z.B. Erschöpfung, Schmerzen oder Niedergeschlagenheit, wird das psychische Wohlbefinden massiv beeinträchtig. Zudem hat die Diagnose einer schweren Erkrankung meist auch Auswirkungen auf das alltägliche Leben.

Sinnfindung

Die Begriffe Sinnfindung oder existentielle Bedrohung werden häufig mit Tatsache einer bedrohlichen Erkrankung in Verbindung gebracht. Es geht um psychische, physische und soziale Belastungen, die zu Stande kommen: 

  • Todesdrohung
  • Verletzung der körperlichen Unversehrtheit
  • Autonomieverlust
  • Verlust von Aktivitäten
  • soziale Isolierung
  • Bedrohung des Selbstwertgefühls