Wie bitte? Wackelzahn-Pubertät?

 

Ja, richtig gelesen! Wackelzahn-Pubertät, das gibt es wirklich, eher bekannt als die Vorschulpubertät. Ich möchte mich diesem Thema widmen, weil sich erstens meine Tochter (fast 6 Jahre) gerade inmitten der Wackelzahn-Pubertät befindet, und zweitens weil ich unlängst mit unserer Kindergartenpädagogin über dieses Thema gesprochen habe. Danke, liebe Patricia, für die Inspiration.

 

Wenn wir an die Pubertät denken, fallen uns als erstes Themen wie Hormone, körperliche Veränderungen, trotzige und sture Teenager ein. Wenn ich an meine Tochter denke, geht es um Wackelzähne, Wachstumsschmerzen und WUTANFÄLLE. Letzteres erfahren wir aktuell täglich im Stundentakt. Die Auslöser für diese Wutanfälle werden von uns Erwachsenen als scheinbar banale Situationen wahrgenommen, bewirken bei unserer Tochter jedoch eine Weltuntergangsstimmung. Die empfundene Tragödie hoch 10 wird begleitet von bitterlichen Weinanfällen und bockigem „Davon – Stampfen“. Der häufigste Satz, den wir aktuell von ihr hören: "Ich kann gar nichts, ich werde nie etwas lernen!" Elterliches Intervenieren: zwecklos!  

 

Auch wenn man noch so sehr versucht, zu umarmen, zu erklären, zu trösten, Verständnis zu zeigen, etc., ist manchmal das Einzige, was man tun kann: ABWARTEN! Dem kleinen Dickkopf Raum und Zeit geben, seine Gefühle selbst zu ordnen und selbst zu verstehen. Denn auch die Kleinen werden groß und wollen „selbst“ langsam, aber sicher, erwachsen werden. Und meiner Erfahrung nach, kommt die kleine Maus nach einer gewissen Zeit von selbst und will in den Arm genommen werden. Dann bin ich da und nimm sie wortlos in den Arm! Liebe Eltern, viel Kraft und Geduld! Ihr seid spitze!

 

PS.: Ein großes Dankeschön an dich, liebe Patricia, und an das gesamte Team! Ihr leistet hervorragende Arbeit!