Die unspezifischen Symptome einer Depression bei Kindern und Jugendlichen

Die Symptomatik einer Depression zeigt sich im Erwachsenenalter nicht so, wie bei Kindern und Jugendlichen, daher ist sie auch so schwer zu erkennen. Bei Kindern und Jugendlichen zeigt sich ein Erscheinungsbild vielfältiger, wie z.B. in Aggressionen, Impulsausbrüchen, sekundärer Enuresis / Enkopresis, immer wiederkehrenden Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen. Bereits bei Kleinkindern werden depressive Entwicklungen beobachtet. Diese zeigen sich durch häufiges Schreien, Weinen und einem passiven (Spiel-) Verhalten. Das Kind zeigt sich zurückgezogen, zeigt weniger Interesse am Spiel und ist weniger kreativ. Aber auch konträre Verhaltensweisen, wie z.B. Unruhe oder Ablehnung werden beobachtet.  Auch über körperliche Symptome kann sich bei Kindern und Jugendlichen eine Depression äußern, meist in einem veränderten Schlaf- oder Essverhalten.

 

Durch diese Vielfältigkeit an Symptomen ist es im ersten Augenblick nicht leicht feststellbar, dass es sich um eine Depression handeln könnte. Vor allem bei aggressiven oder impulsiven Verhalten werden diese Symptome öfters mit ADHS oder eine Impulskontrollstörung in Beziehung gebracht.

 

Falls Sie bei Ihrem Kind Veränderungen feststellen und den Verdacht einer Depression schöpfen, fragen Sie genauer nach Belastungsfaktoren und beobachten Sie Antriebslosigkeit, Traurigkeit, dysthymische (freudlose) Stimmung, Schlaf- und Essverhalten.

 

Vor allem in der Zeit der Corona Pandemie sind wir alle, aber auch unsere Kleinen und Kleinsten stark gefordert und belastet. Gerade soziale Isolation und Einsamkeit sind Risikofaktoren für die Entstehung einer Depression. Sie kennen Ihr Kind am besten! Beobachten Sie es, fragen Sie nach, seien Sie präsent und aufmerksam! Umso mehr, wenn Ihnen Veränderungen auffallen!

 

 

Alles Liebe!